Windpocken

Wenn Varizella-Zoster-Viren „zuschlagen“, dann juckt es Kinder wie Erwachsene gewaltig.
Eine frühe Impfung gegen die Varizellen Erkrankung erspart die Qual der Windpocken.

Windpocken

Wenn die Varizellen übertragen werden, dann juckt es Kinder wie Erwachsene gewaltig.
Deshalb ist jeder gut beraten sich früh zu impfen, denn die Viren können im Alter auch als Gürtelrose ausbrechen.

Piktogramm Krankheit
Varizellen (Windpocken)
Relevantes Alter 11M-17J, ab 18 mit Indikationen
Symptome
  • Fieber, Unwohlsein
  • Halsschmerz, Husten
  • typischer Hautausschlag (Blasen, Pusteln)
Risiko
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
  • Nierenentzündung
  • Schädigung des Ungeborenen
  • Gefährdung des Neugeborenen

Die Krankheit Windpocken

Diese Krankheit juckt einen ganz schön. Aus roten Flecken an Kopf, Rumpf und Hals entwickeln sich Pusteln, die einen durch den Juckreiz zum Wahnsinn treiben. Egal ob das Varizella-Zoster-Virus bei Kindern oder Erwachsenen ausbricht, bei Windpocken (Varizellen) ist das Bedürfnis , sich zu kratzen riesengroß. Um weitere Infektionen zu vermeiden, sollten wir auf das aber auf keinen Fall tun.
Die weltweit auftretenden Windpocken sind in Deutschland die Kinder-Infektionskrankheit Nummer 1. Sie kann für nicht geimpfte Erwachsene bzw. Menschen ohne Antikörper gefährlich sein. Komplikationen wie Lungenentzündung, Gehirn-, Herzmuskel-, Leber- oder Nierenentzündungen treten im Alter auf und können tödlich enden!
Besonders gefährlich sind die Windpocken für Neugeborene und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Frauen mit Kinderwunsch sollten vor der Schwangerschaft den Schutz gegen Windpocken sicherstellen, um das werdende Kind nicht zu gefährden.

Kranker im Bett

Ansteckung und Übertragung

Eine der Übertragungsarten dieser hoch ansteckenden Viruserkrankung gab der Krankheit den Namen „Windpocken“. Die Viren werden nämlich über eine weitere Entfernung durch die Tröpfcheninfektion, durch Atem, Niesen und Husten von Mensch zu Mensch weitergetragen. Auch durch den direkten Kontakt zu Erkrankten kommt es zu Schmierinfektionen.
Ob in der U-Bahn, im Supermarkt, im Kindergarten oder zu Hause – die Ansteckungsgefahr lauert über all. Von 100 Personen ohne spezifischen Immunschutz, erkranken etwa 90. 
Das Fiese dabei ist, Übertragung und der Ausbruch der Krankheit finden bereits in einer Zeit ohne sichtbare Symptome statt. Die Ansteckungsgefahr besteht bereits einige Tage vor den ersten Hauterscheinungen ein und endet etwa fünf bis sieben Tage nach dem Auftreten der letzten Pusteln. Zum Ausbruch kommen die Windpocken 14 – 16 Tage nach einer Infektion.

Tröpfcheninfektion
Kontaktinfektion
Schmiereninfektion

Symptome und Krankheitsverlauf von Windpocken

Nach einer Infektion entwickeln sich die Varizella-Zoster-Viren etwa 14 Tage im Mund-Rachenraum. Deshalb müssen wir manchmal husten und klagen über  Halsschmerzen mit leichtem Fieber sowie Unwohlsein. Erst dann reagiert die Haut mit Flecken, Bläschen und Pusteln am ganzen Körper – manchmal sogar in Mund und Rachen. Vor allem Kinder erleben meist einen milden Verlauf, bei dem die Pusteln nach ein paar Tagen eintrocknen und Krusten bilden, die schnell abfallen.
Bei einer Infektion nach dem 12. Lebensjahr kann es zu einer Lungen-Entzündung oder der Entzündung weiterer Organe führen. Dann wird es ernst!
Nach der Genesung von Windpocken verleiben die Varizella-Zoster-Viren lebenslang in unserem Körper, in den Nervenknoten. Dort drohen sie bei Erwachsenen erneut auszubrechen, sobald das Immunsystem schwächer wird. Dann droht die Gürtelrose.

Symptome Windpocken
Untersuchung Blutdruck

Die Diagnose

Windpocken sind relativ einfach zu erkennen. Das typische Bild der Bläschen in verschiedenen Entwicklungsstadien unterscheidet sie von anderen, verbreiteten Kinderkrankheiten wie Masern oder Röteln. Meist verzichtet der Arzt deshalb auf eine Laboruntersuchung und stellt eine Sichtdiagnose.
Ein Bluttest wird dann nötig, wenn die Entwicklung des Windpocken atypisch verläuft. Ebenso, wenn eine Schwangerschaft vorliegt oder der Verdacht von neurologischen Komplikationen vorliegt.

Die Behandlung von Windpocken

Normalerweise reicht es, Medikamente und Salben zu verabreichen, die den Juckreiz lindern. Damit verhindern wir das Kratzen und die Gefahr von Sekundärinfektionen sowie eine spätere Narbenbildung. Bei Fieber schaffen Wadenwickel oder vom Arzt verordnete fiebersenkende Mittel Erleichterung.
Da Windpocken hoch ansteckend sind, sollte man zu Hause bleiben, bis die letzte Pustel eingetrocknet ist. In seltenen Fällen, z.B. bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, entscheidet sich der Arzt für eine spezielle antivirale Therapie. Deshalb ist es wichtig, bei Verdacht auf Windpocken in jedem Fall zum Arzt zu gehen – egal ob die Krankheit bei Kindern oder Erwachsenen ausbricht.

Tabletten und Medikamente

Die Varizellen-Impfung schützt

Egal ob leichter Verlauf oder schwere Krankheit – unangenehm sind Windpocken in jedem Fall. Deshalb gibt es Lebendimpfstoffe, die mit fast hundertprozentiger Sicherheit verhindern, dass wir uns mit Varizella-Zoster-Viren anstecken. Es gibt für jedes Lebensalter geeignete Impfschema.

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Varizellen-Impfung Kleinkindern ab 11 Monaten. Bis zum Alter von 17 Jahren sollte die Impfung unbedingt erfolgen.
Droht durch Alter oder Operationen eine Schwächung des Immunsystems, sollten Erwachsene laut Empfehlung der STIKO ebenfalls ihr Abwehrsystem gegen Windpocken stärken.
Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, dürfen Schwangere nicht geimpft werden. Der Schutz vor Windpocken sollte deshalb unbedingt vor einer Schwangerschaft erfolgen.

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