Mumps

Die Kinderkrankheit mit dem Spitznamen „Ziegenpeter“ kann Nicht-Geimpften ein Leben lang schwer zusetzen.

Mumps

Die Symptome geben der Krankheit den Spitznamen „Ziegenpeter“.
Als Kinderkrankheit bekannt, kann sie bei Nicht-Geimpften ein Lebenlang zuschlagen.

Piktogramm Krankheit
Mumps
Relevantes Alter 11M-17J
Symptome
  • Appetitlosigkeit, Kopfschmerz, Fieber
  • Schwellung Speicheldrüsen (besonders Ohr)
  • Entzündung Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Risiko
  • Entzündung Hirnhaut (Meningitis)
  • Entzündung Hoden (Orchitis)
  • Einschränkung Spermienaktivität/Sterilität
Impfungen

Die Krankheit Mumps

Die hochansteckende Virus-Infektion „Mumps“ kennt keine Grenzen und tritt weltweit auf. Sichtbar wird die Erkrankung dadurch, dass der Patient oder die Patientin durch eine Schwellung „Hamsterbacken“ entwickelt. Umgangssprachlich wird Mumps deshalb auch „Hamsterbackenkrankheit“ oder „Ziegenpeter“ genannt. Der Grund für die „Hamsterbacken“ ist eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die einseitig oder beidseitig vorkommen kann. Manchmal sind auch die Speicheldrüsen unter der Zunge oder die Lymphknoten am Hals mitbetroffen.
In seltenen Fällen können gefährliche Entzündungen entstehen, und zwar im Gehirn, an der Bauchspeicheldrüse, an den Hoden oder in den Brustdrüsen und Eierstöcken.
Besonders häufig sind Kinder und Jugendliche zwischen vier und 15 Jahren betroffen. Das bedeutet jedoch keine Entwarnung für Erwachsene. Auch sie können sich anstecken – mit bösen Folgen.

Kranker im Bett

Ansteckung und Übertragung

Das Mumps-Virus kommt nur beim Menschen vor. Der ansteckende Erreger wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen übertragen, die sich über die Luft verteilen. Die Gefahr der Ansteckung bietet sich also bei jedem Husten, Niesen oder Sprechen. Auch über Gegenstände, an denen das Virus haftet (z. B. Spielzeug) wird die Infektion weitergereicht. Das Virus nistet sich in den Schleimhäuten der oberen Atemwege ein. Von dort aus kann es sich ungestört vermehren. Bis die Krankheit ausbricht, können zwölf bis 25 Tagen vergehen. Die höchste Ansteckungsgefahr besteht ein bis zwei Tage vor und bis etwa fünf Tage nach Auftreten der „Hamsterbacken“.

Tröpfcheninfektion
Kontaktinfektion
Schmiereninfektion
Austausch von Körperflüssigkeiten

Symptome und Krankheitsverlauf von Mumps

Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen. Nach etwa zwei bis drei Tagen tritt Fieber auf  und es zeigen sich die typischen, schmerzenden Schwellungen an einer und später an beiden Ohrspeicheldrüsen. Gelegentlich treten diese Schwellungen auch bei den Speicheldrüsen im Mund auf. Diese Symptome verschwinden nach einigen Tagen wieder. Wenn es nicht zu Komplikationen kommt!
In seltenen Fällen entwickelt sich in Folge der Mumps-Infektion eine Hirnhautentzündung, die jedoch meist glimpflich verläuft.
Folgenschwerer kann sich die Infektion bei Jungs in Form einer Hodenentzündung entwickeln. Meist heilt jedoch diese komplikationslos aus. Doch gelegentlich wird dadurch die Spermienbildung geschädigt, was später zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit, oder sogar zur Zeugungsunfähigkeit führen kann. Die Neigung zu solch einer Komplikation nimmt mit dem Alter der Infizierten zu.

Symptome Mumps
Untersuchung Blutdruck

Die Diagnose

Aufgrund der „Hamsterbacken“ ist eine Diagnose schnell gestellt. Zur Sicherheit lässt sich eine Infektion auch durch eine Laboruntersuchung des Urin  feststellen. Die Viren können auch per Rachenabstrich oder durch einen Antikörper-Test im Blut nachgewiesen werden, sollte die Infektion bereits durchgestanden sein.

Die Behandlung von Mumps

Eine konkrete Therapie von Mumps gibt es bislang nicht.
Wie bei Masern & Co. lassen sich auch bei dieser Erkrankung nur die Symptome lindern. Hier kommen gegebenenfalls fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente zur Anwendung.
Manchmal hilft es schon, die geschwollenen Stellen zu kühlen oder mit Wärme zu behandeln. Zudem stärken angenehm zu essende, weiche Speisen wie Suppen oder breiförmige Kost die Patienten und fördern die Heilung.

Tabletten und Medikamente

Die Mumps-Impfung schützt

Gegen Mumps schützt die Kombinationsimpfung MMR, die unser Immunsystem zugleich gegen Masern und Röteln stärkt.
Die MMR-Impfung wird von der ständigen Impfkommission (STIKO) bereits für Kleinkinder ab einem Alter von 11 Monaten empfohlen. In jedem Fall sollte sie bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden.
All das dürfte in Deutschland kein Thema sein. Denn seit März 2020 müssen Kinder, die eine Kita, einen Kindergarten, oder eine Schule besuchen eine Masern-Impfung nachweisen.
Für Erwachsene empfiehlt sich sicherheitshalber eine Überprüfung des Impfstatus und gegebenenfalls das Nachholen einer MMR-Impfung.
Ab dem 31. Juli 2021 ist diese für alle Personen, die in medizinischen oder gemeinschaftlichen Einrichtungen arbeiten, Pflicht!

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