Hepatitis A

Als „Reisehepatitis“ bekannt, kommt diese Krankheit auch in Deutschland häufig vor. Diesen Angriff auf die Leber sollte man vermeiden.

Hepatitis A

Als „Gelbsucht“ bekannt, für 5 Mio. Deutsche eine ungeahnte Lebensgefahr.

Piktogramm Krankheit
Hepatitis A
Relevantes Alter 1 - 60+, Indikationen
Symptome
  • Fieber, Abgeschlagenheit
  • Schmerzen rechter Oberbauch
  • Vergrößerung Leber und Milz
  • Gelbsucht (Ikterus)
Risiko
  • Einschränkung Leberfunktion
  • Leberversagen

Die Krankheit Hepatitis A

Etwa 40-50 Prozent der in Deutschland gemeldeten Infektionen mit dem Hepatitis A-Virus haben ihren Ursprung in einer Auslandsreise. Insbesondere in den (Sub)Tropen, aber auch im Mittelmeerraum und in Osteuropa tritt die Krankheit wegen der dort herrschenden hygienischen Bedingungen häufiger auf.
Eine Ansteckung macht sich erst nach 25-30 Tagen durch Fieber und Schmerzen im rechten Oberbauch bemerkbar. Hepatitis A führt schließlich zu einer Entzündung der Leber. Dabei können sich auch Augen und die Haut gelb verfärben (Gelbsucht). Aber keine Sorge, dieser Zustand ist nur vorübergehend. Oft heilt die Entzündung nach zwei bis vier Wochen von ganz alleine aus.

Doch mit zunehmendem Alter oder bei bestehenden Vorschäden der Leber wird eine Hepatitis A-Infektion gefährlich. Im schlimmsten Fall kann es zu Komplikationen kommen, die zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen können.

Kranker im Bett

Ansteckung und Übertragung

Eine Infektion mit Hepatitis A-Viren wird auch gerne als „Reisehepatitis“ bezeichnet, da die Krankheit häufig und meist unbemerkt von Reisen mitgebracht wird. Von der tatsächlichen Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit vergeht oft bis zu einem Monat und länger. Dann sind Urlauber – egal ob Backpacker oder Luxusreisende – längst wieder zuhause und stecken bereits ihre Mitmenschen an.
Die Viren kommen vor allem in Ländern mit geringen Hygiene-Standards vor. Sie werden über den Darm ausgeschieden und fäkal-oral übertragen. So lauern sie häufig auf verunreinigten, ungekochten Lebensmitteln (z.B. Meeresfrüchte oder Salate) sowie im Trinkwasser.
Enger Personenkontakt und Sexualkontakte zählen ebenfalls zu den typischen Übertragungswegen.

Kontaminiertes Wasser
Verunreinigte Nahrungsmittel
Kontaktinfektion
Austausch von Körperflüssigkeiten

Symptome und Krankheitsverlauf von Hepatitis A

Wir können längst von Hepatitis A-Viren infiziert sein und Mitmenschen anstecken, obwohl wir selbst die Krankheit noch gar nicht bemerken. Denn ihre Inkubationszeit beträgt im Mittel 25-30 Tage. Dann spüren wir Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit oder Schmerzen im rechten Oberbauch und in den Gelenken. Gelegentlich vergrößern sich auch die Leber und die Milz. Die Haut juckt und es treten flüchtige Hautausschläge auf. Häufig verfärben sich auch die Haut und Augen gelblich.
In den allermeisten Fällen heilt die Krankheit nach zwei bis vier Wochen aus.
Kritischer sieht es für etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland aus, die an einer chronischen Leberentzündung leiden – häufig ohne es zu wissen. Bei ihnen kann es mit zunehmendem Alter zu akutem Leberversagen kommen.
Eine Hepatitis A-Impfung wäre für sie lebensrettend.

Symptome Hepatitis
Untersuchung Blutdruck

Die Diagnose

Um eine Hepatitis A zweifelsfrei zu diagnostizieren, ist eine Blutuntersuchung notwendig. Dabei lassen sich Hepatitis A-Antikörper und gegebenenfalls erhöhte Leberwerte nachweisen. Als Ergänzung  führen Ärzte oft eine Stuhlprobe durch.

Die Behandlung von Hepatitis A

Medikamente gegen Hepatitis A gibt es nicht.
Deshalb konzentriert sich eine Behandlung darauf, Symptome wie Fieber zu lindern.

Wichtig ist, die Leber in der Genesungsphase zu schonen. Das heißt: Leichte Kost essen und auf leberschädigende Substanzen wie Alkohol, Drogen oder nicht dringend notwendige Medikamente verzichten.

Tabletten und Medikamente

Die Hepatitis-A-Impfung schützt

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen eine Hepatitis A-Impfung, die sich in eine Risikosituation begeben. Dazu zählen in erster Linie Reisende, Bewohner oder Mitarbeiter von Gemeinschaftseinrichtungen oder Personen, die Sexualpraktiken mit hohem Infektionsrisiko pflegen. Ebenso wird Patienten mit einer bestehenden Lebererkrankung die Impfung gegen den Hepatitis A-Erreger nahegelegt.
Eltern, die mit Ihren Kindern in eines der Hepatitis A-Risikogebiete reisen wollen, können diese ab dem 12 Lebensmonat mit einer für Kinder reduzierten Dosis impfen lassen.
Die Hepatitis-A-Impfung gibt es als Einzelimpfung oder in der Kombination mit einem Schutz vor Hepatitis B.  

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