Diphtherie

Die Krankheit, auch als „Würgeengel“ bezeichnet, greift Rachen, Kehlkopf oder die Haut an. Das kann lebensgefährlich werden!

Piktogramm Krankheit
Diphtherie
Relevantes Alter 2M - 60+J
Symptome
  • Fieber, Halsschmerzen
  • Rachen/Kehlkopfbeläge
  • Schwellung Hals, Atemnot
  • Hautgeschwüre
Risiko
  • Lähmung Atemmuskulatur
  • schwere Schluckstörungen
  • Herzmuskelentzündung
Impfungen

Die Krankheit Diphtherie

Die Diphtherie ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Diese entwickeln ein Gift, das unsere Eiweißproduktion in den Körperzellen hemmt. Die oft lokale Diphtherie im Bereich des Rachens, des Kehlkopfes oder an Hautstellen kann über die Verbreitung des Giftes auch andere Organe schädigen.
Diphtherie tritt nach wie vor in vielen Regionen der Welt auf, etwa in vielen Ländern Afrikas, Asiens, des Südpazifiks und zum Teil auch Osteuropas. In Deutschland kommt sie nur noch vereinzelt vor. Doch bei einer global reisenden Bevölkerung kann ein Fall der hochansteckenden Krankheit schnell mal im Leben auftauchen. Entscheidend für den Verlauf und die Behandlungschancen ist, an welchen Stellen im Körper die Erreger zugeschlagen haben.

Kranker im Bett

Ansteckung und Übertragung

Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, etwa durch Niesen, Sprechen oder Husten. Das Diphtherie-Bakterium kann auch durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, vor allem Milchprodukten, aufgenommen werden. Außerdem besteht die Gefahr, sich bei infizierten Haus- oder Nutztieren anzustecken.

Verunreinigte Nahrungsmittel
Tröpfcheninfektion
Haus- und Wildtiere

Symptome und Krankheitsverlauf von Diphtherie

Etwa ein bis fünf Tage nach einer Infektion der Atemwege produzieren die im Rachen angesiedelten Bakterien ein Gift. Dieses verursacht erste Symptome wie Halsschmerzen, Fieber und ein Anschwellen der Schleimhäute. Auf den Mandeln und im Gaumen zeigen sich auffällige Beläge. 
Die Krankheit kann zu einer Schwellung des Halses oder einer Lähmung der Schlundmuskulatur führen. Im schlimmsten Fall zu einer Atemlähmung bis hin zum Erstickungstod.
Diese Symptome, die besonders für Kinder gefährlich sind, gaben der Krankheit den Namen „Würgeengel der Kinder“.
Gelangt das Gift der Diphtherie-Bakterien in den Blutkreislauf, besteht zudem die Gefahr einer meist tödlich verlaufenden Herzmuskelentzündung sowie eines Nieren- oder Leberversagen.
Zudem gibt es  auch eine Haut- oder Wunddiphtherie. Diese entsteht, wenn die Bakterien in eine offene Wunde eindringen. Hier kann es zu tiefliegenden, schlecht heilenden Geschwüren kommen.

Schon bei bloßem Verdacht auf Diphtherie muss sofort mit einem Antiserum und Antibiotikum behandelt werden. Trotz intensivmedizinischer Behandlung sterben auch heute noch fünf bis zehn Prozent der Erkrankten.

Symptome Diphtherie
Untersuchung Blutdruck

Die Diagnose

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Die Diphtherie-Symptome ähneln denen anderer Krankheiten (z. B. einer Mandelentzündung). Um das Diphtherie-Bakterium nachweisen zu können, nimmt der Arzt einen Abstrich von der Rachen- oder Nasenschleimhaut. Dieser Abstrich wird im Labor auf den Erreger und sein Gift untersucht. 

Die Behandlung von Diphtherie

Jede Minute zählt – eine Diphtherie muss schnell und intensiv behandelt werden. Die Therapie beginnt schon im Verdachtsfall, also noch bevor die Laborergebnisse da sind. Der Patient erhält zunächst ein Antiserum. Damit wird das Gift im Körper neutralisiert – das wirkt aber nur, wenn sich das Gift noch nicht an den Körperzellen festgesetzt hat. Gleichzeitig bekommt der Patient noch Antibiotika, damit die Bakterien sich nicht weiter vermehren können.

Tabletten und Medikamente

Die TdPa-Impfung schützt

Den besten Schutz vor Diphtherie bietet ein trainiertes körpereigenes Immunsystem, sprich die Impfung.
In der Regel wird diese Kleinkindern bereits im zweiten Monat in einer Kombinationsimpfung verabreicht.
Erwachsen sollten diesen Schutz alle 10 Jahre auffrischen. Auch diese Auffrischung erfolgt mit der Kombinationsimpfung TdPa. Damit schlagen Sie sinnvollerweise „mehrere Gefahren mit einer Klappe“. Denn auch der Schutz vor Tetanus und Keuchhusten sollte regelmäßig im Auge behalten werden.

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