Warum denn Impfen?

Mit einem vollständigen Impfschutz leben Sie und Ihre Lieben sicher und entspannt!

Warum denn Impfen?

Mit einem vollständigen Impfschutz leben Sie und Ihre Lieben sicher und entspannt!

Ein vollständiger Impfschutz ist ziemlich schlau!

Impfungen statten uns mit „übernatürlichen“ Kräften aus. Sie trainieren unser Abwehrsystem im Kampf gegen gefährliche Viren und Bakterien. Wer gemäß der Empfehlungen der STIKO vollständig geimpft ist, trägt quasi den Schutzmantel eine/r „Superhelden/in“.
Blöd ist nur, wenn dieser unsichtbare Schutzmantel Löcher und Risse hat. Das kann schnell passieren, wenn wir unseren Impfschutz nicht regelmäßig prüfen oder Indikations-Impfungen wie z.B. die FSME- oder Influenza-Impfung ignorieren.

Eine konsequente Prüfung des eigenen Impfschutzes ist aus mehreren Gründen in jedem Alter wichtig!

Virusabwehr als Superheld

1.

Training und Gedächtnis unseres Immunsystems
Bestimmte Abwehrzellen (T-Zellen) durchlaufen eine Ausbildung bei der „Körperpolizei“. Sie lernen, körpereigene von fremden Strukturen zu unterscheiden. Schaffen es Erreger in den Körper, schickt das Immunsystem eine Armee von Abwehrzellen los und „antwortet“ mit Antikörpern. Da unser Immunsystem ein Gedächtnis hat, merkt es sich die „Feinde“. Für den nächsten Angriff ist es gut vorbereitet und kann sie schneller besiegen.

2.

Herdenschutz: Einer für alle! Alle für einen!
Schon die drei Musketiere wussten: Nur gemeinsam ist man stark! Wenn nur wenige Menschen geimpft sind, haben hochansteckende Krankheiten (z.B. Masern) leichtes Spiel.
Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger können sich anstecken. Man spricht dann von Herdenimmunität: Geimpfte schützen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch „Schwächere“, Babys oder Menschen, deren Immunsystem nicht gut funktioniert.

3.

Kleiner Piks, große Wirkung: Ein vollständiger Impfschutz bedeutet weniger Angst vor möglichen Ansteckungen und damit auch weniger Stress – mehr Lebensfreude für die
gesamte Familie. Vollständig geimpft können Sie Begegnungen, Ausflüge in die Natur oder Reisen vielmehr genießen.

Welche Impfungen sollten Sie aktuell haben?

Ermitteln Sie mit unserem interaktiven Impfkalender* Ihren aktuellen Impfbedarf.
Geben Sie hier Ihr Alter und evtl. Indikationen ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem aktuellen Impfstatus Ihres Impfpasses.
Werden Ihnen Impfungen empfohlen, deren Schutz Sie derzeit nicht haben, können Sie diese Impfungen mit einem Klick auf Ihre persönliche Merkliste setzen.

Legende für Impfkalender
Alter 35 Jahre
Monate Jahre
0 12 24
10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

Bei fehlender Grundimmunisierung, diese nicht vollständig ist, Sie über den genauen Impfstatus keine Kenntnis/Dokumentation haben, können Impfungen nachgeholt werden.

Ein Impfschutz ist sinnvoll, wenn Sie sich in einem Bereich erhöhter Gefahr einer Infizierung aufhalten, z.B. Risikogebiet (FSME), spezielle Fürsorgeeinrichtungen, Gesundheitsdienst, Kinderbetreuung, Behindertenwerkstätte, Asylheim, Kanalisation, (z.B. Hepatitis A/B, Masern, Windpocken). Zu beachten: Masernschutzgesetz.

Wenn Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, z.B. Herz/Kreislauf, Lunge (COPD), Stoffwechsel (Diabetes), Niere (Dialysepflicht), stehen Ihnen schützende Impfungen zur Verfügung (z.B. Pneumokokken, Meningokokken, Herpes Zoster).

Bei einer bekannten Immunschwäche sollten Sie sich vor zusätzlichen Infektionen schützen. Gegen viele z.T. bedrohliche Infektionen stehen Ihnen sichere Impfstoffe zur Verfügung (z.B. Pneumokokken, Meningokokken, Herpes Zoster

Durch einen sicheren Impfschutz schützen Sie sich und andere vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Hepatitis A und B.

Wenn durch eine chronische Erkrankung eine regelmäßige Übertragung von Blutbestandteilen erfolgt, sollte ein sicherer Impfschutz gegen z.B. Hepatitis B bestehen. Gegen schwere Verläufe anderer Infektionen stehen Ihnen ebenfalls Impfstoffe zur Verfügung (z.B. Pneumokokken, Meningokokken, Herpes Zoster).

Bei Fehlfunktion oder fehlender Milz sind Sie besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe bei Infektion. Ein Impfschutz z.B. besonders gegen Pneumokokken und Meningokokken kann Sie sicher schützen. Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihr Impfpass komplett ist, wenn Sie keine Milz haben. Ihr Immunsystem ist eingeschränkt.

Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie z.B. HPV. Schutz vor Schädigung des Embryos/Neugeborenen durch Impfung z.B. gegen Röteln und Windpocken vor Beginn einer Schwangerschaft.

Schutz der werdenden Mutter, des Embryos und des Neugeborenen in den ersten Wochen nach Geburt durch Impfung z.B. gegen Keuchhusten. Impfschutz gegen andere Infektionen ab dem 2. Drittel der Schwangerschaft möglich.

*Unser interaktiver Impfkalender enthält die von
der Stän­digen Impfkom­mis­sion (STIKO) für 2020/21 empfohlenen Standardimpfungen** für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Er führt ebenso alle Auffrisch- und Indikationsimpfungen auf.

So wirken die Impfstoffe

Im Kampf gegen Killer-Viren hält die Medizin verschiedene Impfstoffe bereit. Sie sind die Trainer unseres Abwehrsystems.
Die Erreger oder Teile davon, die im Impfstoff stecken, fordern die Abwehrzellen heraus – ein perfektes Trainingsprogramm,
um Antikörper zu bilden. Hier ein Überblick:

Fläschchen mit Impfstoff
Lebendimpfstoffe
Diese Impfstoffe enthalten lebende Krankheitserreger, die sich vermehren können. Doch, keine Angst, sie werden zuvor im Labor so abgeschwächt, dass wir in der Regel von ihnen nicht krank werden. Die Krankheit bricht also nicht aus, vielmehr werden die Abwehrzellen aufgefordert, sich zu verteidigen. Diese Impfstoffe sogen also für ein "Live"-Training unseres Immunsystems.
Fläschchen mit Impfstoff
Totimpfstoffe
In diesen Impfstoffen stecken abgetötete Erreger oder nur bestimmte Teile davon. Sie können sich nicht vermehren, reichen aber aus, um einen Angriff auf unseren Organismus zu simulieren. Das Immunsystem „antwortet“ dann mit den passenden Abwehrzellen. Totimpfstoffe werden z. B. gegen Keuchhusten, Grippe oder Hepatitis A verwendet.
Fläschchen mit Impfstoff
Vektorimpfstoffe
Verimpft werden harmlose Trägerviren (Vektoren), die Genmaterial des Erregers enthalten. Diese versteckte Erbinformation wird wie ein trojanisches Pferd in die menschlichen Zellen eingeschleust. Die Vektoren können sich nicht vermehren und lösen auch keine Krankheiten aus – sie „triggern“ aber die Körperzellen, die sofort antworten und eine Armee an spezifischen Abwehrzellen bilden. Vektorbasierte Impfstoffe werden derzeit gegen Covid-19 und zuvor schon gegen Ebola und Dengue-Fieber verwendet
Fläschchen mit Impfstoff
mRNA-Impfstoffe
Verschlüsselte Botschaften fürs Immunsystem: mRNA-Impfstoffe enthalten keine Viren, sondern nur das Erreger-Gen, welches als messengerRNA (mRNA), also Boten-RNA, gespeichert wird. Eine raffiniert verschlüsselte Botschaft also, die gut verpackt verimpft wird. Im Zellinnern wird die Verpackung geöffnet und die Botschaft entschlüsselt: Sie enthält den Bauplan für die Produktion einzelner Proteine. Nach diesem Bauplan produzieren unsere Zellen schließlich selbst Proteine, die dem Immunsystem als Antigene präsentiert werden. Dadurch wird eine Immunantwort ausgelöst. Die mRNA-Methode soll in Zukunft nicht nur gegen Covid-19 eingesetzt werden, sondern auch gegen andere Krankheiten, wie etwa Krebs.

Impfstoffe gehören zu den größten Errungenschaften in der Medizin. Die unterschiedlichen Impfstoffarten sind wirkungsvolle Instrumente zur Bekämpfung schwerer, meist tödlicher Krankheiten – diese Waffe sollten wir alle nutzen!

Übrigens: Jeder Impfstoff, der in Deutschland verabreicht werden soll, muss erst einmal durch den TÜV. Für die Zulassung von Impfstoffen sowie Arzneimittel sind die Experten vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Sie prüfen und testen Impfstoffe und Medikamente, bevor sie in Arztpraxen, Kliniken und Apotheken zum Einsatz kommen. Erst wenn die Prüfung zeigt, dass ein Impfstoff sicher ist, darf er auch verabreicht werden. Getestet wird auch dann noch, wenn das Mittel bereits auf dem Markt ist.

Der Impfpass - ein Dokument fürs Leben

Erklärung Impfausweis

Der Impfpass ist ein internationales Dokument – und eigentlich genauso wichtig wie der Personalausweis oder die Geburtsurkunde. Aber mal ehrlich, wissen Sie wo Ihr Impfpass gerade liegt oder wie Sie ihn lesen müssen?
Der Pass enthält Informationen über verabreichte Standardimpfungen (z.B. Mumps, Masern, Röteln), sonstige Schutzimpfungen sowie Antikörper-Untersuchungen (z.B. Röteln bei Kinderwunsch). Auch wichtige Informationen für den Notfall (z.B. Blutgruppe) können auf den kleinen gelben Seiten eingetragen werden.

Was tun, wenn man den Impfpass nicht mehr findet?
Keine Panik! Der Hausarzt kann in der Regel einen neuen ausstellen. Den Impfstatus kann man auch mit Hilfe eines Blutbildes ermitteln, allerdings können nicht alle Immunisierungen im Blut nachgewiesen werden. Kann der Impfstatus nicht vollständig ermittelt werden, rät die STIKO, die nicht dokumentierten Impfungen nachzuholen.

So ermitteln Sie Ihren Impfstatus.
Anhand des Impf-Datums, das in der ersten Spalte steht und der angekreuzten Art der Schutzimpfung können Sie Ihren Impfstatus feststellen. Auf der Rückseite finden Sie einen Impfplan, der Ihnen zeigt welche Impfungen Sie seit Kindesalter unbedingt haben sollten.
Aber Vorsicht, das reicht zur Ermittlung des aktuellen Impfbedarfes von Erwachsenen nicht aus. Denn Sie sollten auch die empfohlenen Auffrischungsimpfungen sowie die Indikationsimpfungen berücksichtigen.
Diese Empfehlungen werden jährlich in dem Impfkalender der STIKO aktualisiert. Oder nutzen Sie unseren interaktiven Impfkalender.

In jedem Fall ermitteln unsere Impfärzte Ihren genauen Impfbedarf!

 

Tote durch Pocken

Impfen hilft!

An Pocken denkt heute niemand mehr. Warum auch? Das Killer-Virus wurde 1980 dank weltweiten Impfens so gut wie ausgerottet.
Ob Pocken, Polio, Masern – oder Corona. Schon immer wurde der Mensch von tödlichen Viren heimgesucht. Erst mit der Erfindung der modernen Impfung hielt der Homo sapiens eine wirksame Waffe in der Hand.

Schutzimpfungen wirken aber nur dann, wenn sich viele Menschen dafür entscheiden und sich impfen lassen. Der Herdeneffekt bei z.B. Masern greift erst, wenn die Rate der Geimpften bei 95 Prozent liegt, bei Corona vermutet man, dass eine Impfrate 60 – 70 Prozent nötig ist.
Machen Sie also mit und unterstützen Sie durch Ihren eigenen Impfschutz die Eindämmung schrecklicher Krankheiten.

Familie auf dem Sofa bei Impfung

So einfach ist Impfen!

Durch die Online-Vorbereitung und die digitale Abwicklung Ihrer Impfung sowie den Besuch des Impfarztes bei Ihnen zuhause wird dieser Gesundheitsschutz für Sie und Ihre Lieben ein angenehm leichtes Erlebnis.
Integrieren Sie diese medizinische Vorsorge einfach in Ihren Tagesablauf. Ohne viel Zeit zu verlieren, ohne großen Aufwand.

Buchen Sie jetzt Ihre Impfung zuhause

Ersparen Sie sich das Warten auf einen Impftermin, den Weg in eine Praxis, die Ansteckungsgefahr in einem Wartezimmer …

Buchen Sie hier Ihren Wunschtermin mit einem/r speziellen Impfarzt/in bei Ihnen zuhause!

Terminvereinbarung Winken
Grafik Virus auf Schild

Eine sichere Abwägung für den Impfschutz

Impfen lassen – ja oder nein? Diese Entscheidung ist zwar eine individuelle, sie betrifft aber nicht nur den Einzelnen, sondern auch das persönliche Umfeld.
Angenommen Ihre Familie heißt ein Neugeborenes willkommen. Tante, Onkel, Oma und Opa tun dann gut daran, als Erstes ihren Impfstatus zu überprüfen. Warum? Damit sie das Baby nicht mit Krankheiten anstecken, die es selbst noch nicht kennt. Hier greift dann der Herdenschutz. Und natürlich spielt bei der Impfentscheidung auch fundiertes Wissen über Risiken und Nutzen einer Impfung eine wichtige Rolle.

Bei dieser Frage beraten Sie unsere Impfspezialisten bei einem Impftermin vor Ort ganz persönlich und detailliert.